Die Temperaturen waren bereits hoch und uns wurde bewusst, dass dieser Aufstieg ziemlich anstrengend werden würde. Die Sonne brannte sozusagen auf uns nieder! Wir nahmen uns Zeit, tranken viel und cremten uns fleissig ein. Aber die Aussicht war genial und die Berglandschaft spektakulär. Die Verpflegung und Gastwirtschaft auf der Cabane du Mountet war top!
Tourenberichte:
Tour du ciel, 16.-19. April 2026
- Details
- Geschrieben von: Christina Bünter
- Kategorie: Tourenberichte SAC
1. Tag
Früher Start mit Abfahrt um 5:00 Uhr ab Sachseln. Dani Vogler sammelte alle Obwaldner inkl. die ausgewanderten Hasler ein. Bärble, sportlich wie immer, fuhr mit dem Bike an den Bahnhof. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt und abenteuerlichen Postautofahrt durchs Val Anniviers nach Zinal. Dort nahmen wir uns noch Zeit für Kaffee und Gipfeli bevor wir mit dem Aufstieg zu Cabane du Grand Mountet starteten.
2. Tag
Nach einem grossartigen Frühstück starteten wir mit etwas frischerer und angenehmeren Temparaturen zum Blanc de Momming. Zuvor konnten wir bei besten Bedingungen über den ausgesetzten Grat Arrete du Blanc laufen. Dieser Grat hat uns allen sehr gut gefallen und war das Highlight des Tages. Auf der Cabane Arpitettaz trennte sich die Spreu vom Weizen: Bärble lief mit dem ,Jungspund’, den jungen Wilden, einige 100 Hm hoch zum Fusse des Weisshorn Grand Gendarm.
Wobei die ’Spreu’ auch nicht untätig war - der Tourenbericht schreibt sich ja auch nicht von alleine :-)
3.Tag
Um 4:15 Uhr brummte der Wecker von Marc. Die Tour startet früh mit den Stirnlampen. Beim Col de Milan montierten wir schon ein erstes Mal die Steigeisen, während der Himmel sich langsam rosa verfärbte. Kleine Abfahrt, dann Aufstieg zur Cabane Tracuit und ein zweites Mal Steigeisen. Schön ist die Hütte und die Aussicht top! Wir kommen wieder, aber zuerst noch aufs Bishorn. Auf halbem Weg erschien uns der Aufstieg dann doch lang. Der kontinuierliche Rhythmus von Barbara führte uns dann doch auf den Gipfel. Wow, so nahe waren wir dem Weisshorn noch nie! Windstille und Gipfel-Selfies, bevor wir uns auf die Abfahrt machten. Nochmals Stop in der Tracuit-Hütte wo wir uns verpflegten und dann weiter zur Turtmannhütte. Nochmals die Felle auf die Skis und mit den letzten Höhenmetern absolvierten wir knappe 2000 Hm an diesem Tag. Zufrieden und etwas stolz liesen wir den Tag ausklingen - wow, was für ein Tag!
4.Tag
Ausschlafen! 5:45 Uhr Wecker. Abfahrt 6:45 Uhr - diese Abfahrt hat uns definitiv alle Schlafflöhe aus dem Körper geschüttelt. Leider war die Zeit etwas knapp, sonst wären wir am liebsten nochmals hochgelaufen!
Am Stausee machten wir uns bereit für den Aufstieg über die steile Friliwäng, die uns zurück ins Val Anniviers führte. Der Aufstieg war unten ziemlich steil, oben schön durch ein Tal zum l’Omen Roso. Der Wetterwechsel hat uns nicht gestört, denn Bärble wusste genau, wo wir waren.
Oben angekommen mussten wir etwas traversieren, um ins Skigebiet Chandolin zu gelangen. Die Sonne zeigte sich wieder und wir konnten bei besten Bedingungen die Pisten runterflitzen nach St. Luc, wo wir von ein paar Rehen ganz erstaunt empfangen wurden.
Nach kurzem Marsch Richtung Dorf fanden wir auch schon ein schönes Beizli, wo wir uns nochmals stärken konnten mit Chili und Bier.
Zufrieden nahmen wir den Heimweg mit Postauto und Zug auf uns und kehrten mit viel Sonne im Gesicht und Gemüt und vielen tollen Erlebnissen nach Hause zurück.